YEARS vs. Neko Health: Longevity-Klinik-Vergleich | Berlin
Ein umfassender Gesundheits-Check-up ist teuer, zeitaufwendig und die Unterschiede zwischen den Anbietern sind größer als die Hochglanzbroschüren vermuten lassen.

YEARS vs. Neko Health: Longevity-Klinik-Vergleich
Ein umfassender Gesundheits-Check-up ist teuer, zeitaufwendig und die Unterschiede zwischen den Anbietern sind größer als die Hochglanzbroschüren vermuten lassen. In Berlin hat sich ein Markt für Longevity- und Präventionsmedizin entwickelt, der über den klassischen Check-up 35 weit hinausgeht. Anbieter wie YEARS und Neko Health werben mit technologiegestützter Diagnostik, unterscheiden sich aber fundamental in Tiefe, medizinischer Philosophie und Kosten.
Dieser Artikel vergleicht Biomarker-Panels, Bildgebungstechnologien und den wissenschaftlichen Ansatz beider Anbieter. Wer für wen geeignet ist, wird am Ende klarer sein.
1. Schnellvergleich der Anbieter
YEARS verfolgt einen klar medizinischen Ansatz. Die Klinik ist ärztlich geführt und arbeitet eng mit Forschung zusammen. Andere Anbieter wie Neko Health setzen stärker auf einen technologiegetriebenen Scan-Ansatz.
Bei den Programmen bietet YEARS drei strukturierte Stufen: Core®, Evolve® und Ultimate®. Viele andere Anbieter arbeiten dagegen mit einem einheitlichen Check-up oder modularen Scan-Bausteinen.
Auch bei den Biomarkern gibt es deutliche Unterschiede. YEARS analysiert je nach Programm zwischen 87 (Core®) und über 230 (Ultimate®) Werte. Bei anderen Anbietern variieren die Angaben stark und sind häufig weniger umfassend.
In der Bildgebung kombiniert YEARS verschiedene Verfahren. Im Core® kommen Ultraschalluntersuchungen von Herz, Bauch, Schilddrüse und Gefäßen zum Einsatz. Ab Evolve® wird zusätzlich ein Ganzkörper-MRT integriert. Andere Anbieter fokussieren sich oft auf Oberflächen-Scans oder einzelne MRT-Untersuchungen.
Beim Krebs-Screening nutzt YEARS mehrere Ebenen: Ultraschall, Ganzkörper-MRT und – ab Evolve® – Liquid Biopsy. Andere Anbieter beschränken sich meist auf bildgebende Verfahren.
Ein zentraler Unterschied liegt in der Forschung. YEARS arbeitet nach dem Prinzip „Clinic-as-a-Study“, inklusive Biobank und epigenetischer Analysen. Bei anderen Anbietern fehlt diese Integration in der Regel.
Die Kosten bei YEARS liegen je nach Programm zwischen 1.900 € (Core®) und 16.900 € (Ultimate®). Andere Anbieter bewegen sich häufig im mittleren Preissegment, mit teils geringerer diagnostischer Tiefe.
Ein weiterer Punkt ist die Abrechnung. Bei YEARS können Leistungen nach GOÄ abgerechnet werden und sind damit oft PKV-fähig. Bei anderen Anbietern muss das individuell geprüft werden.
Was YEARS zusätzlich auszeichnet, ist die Kombination aus Biobank, Genomik, Mikrobiomik und strukturiertem Coaching. Andere Anbieter setzen meist auf schnelle, effiziente Scans ohne diese Tiefe in der Nachbetreuung.
2. YEARS – Die medizinische Tiefendiagnostik
YEARS ist eine ärztlich geführte Präventionsklinik in Berlin mit einem systemmedizinischen Ansatz. Ziel ist kein einmaliger Snapshot, sondern eine medizinische Baseline, die über Jahre als Referenz dient.
Programme im Überblick: Drei Stufen der Prävention
YEARS bietet drei klar definierte Programme, die aufeinander aufbauen:
- YEARS Core® (€1.900): Das Fundament. An einem 6-stündigen Diagnostiktag werden 87 Biomarker erhoben und umfassende Funktionsdiagnostik durchgeführt. Inbegriffen ist Ultraschall von Herz, Bauchorganen und Gefäßen. Für alle, die eine weit über dem Kassenstandard liegende Baseline suchen.
- YEARS Evolve® (€7.600): Aufbauend auf Core® kommen Ganzkörper-MRT, eine Liquid Biopsy (Screening auf über 70 Tumorarten) und die Einlagerung von 70 Proben in der YEARS Biobank hinzu. Über 120 Biomarker, inklusive biologischer Uhren. Empfehlenswert bei erhöhtem Risikoprofil oder tiefem wissenschaftlichen Interesse.
- YEARS Ultimate® (€16.900): Erweitert Evolve® um medizinische Genetik (Whole-Exome/-Genome Sequenzierung), Mikrobiom-Analyse und ein Panel von über 230 Biomarkern. Monatliches Coaching und kontinuierliches digitales Monitoring sind enthalten.
Was YEARS wirklich bietet: Synthese statt Datensammlung
Statt einzelner Testwerte liefert YEARS eine ärztliche Auswertung aller Daten im Zusammenhang.
- Komprimierter Ablauf: In 6 bis 9 Stunden werden Untersuchungen durchgeführt, die im regulären Versorgungssystem Monate und Dutzende Termine erfordern.
- Klinische Tiefe: Statt einfacher Spirometrie wird eine Bodyplethysmographie eingesetzt. Statt auf Gesamtcholesterin wird ein differenziertes Lipid-Panel mit ApoB und Lp(a) erstellt.
- KI-gestützte Präzision: Ein KI-Hautscreening (ATBM Master) mit 96,7 % Detektionsrate und eine KI-Funduskopie zur Analyse der Netzhautgefäße ergänzen die klassische Diagnostik.
Forschungsintegration: Einzigartig in Berlin
YEARS funktioniert als „Clinic-as-a-Study". Jeder Klient wird Teil eines prospektiven klinischen Registers, das Alterungsprozesse messbar machen soll. Medizinischer Leiter Dr. Jan K. Hennigs, ehemaliger Stanford Research Fellow, verbindet individuelle Prävention mit laufender wissenschaftlicher Auswertung. Die integrierte Biobank ist dabei kein Marketingversprechen, sondern Kern des Modells: Proben werden kryokonserviert, damit spätere Analysemethoden auf bereits vorhandenes Material angewendet werden können.
3. Andere Anbieter (z.B. Neko Health) – Profil & Angebot
Anbieter wie Neko Health setzen auf Technologie und Geschwindigkeit. Der Ansatz: ein zugänglicher Ganzkörperscan, der viele Datenpunkte in kurzer Zeit erfasst.
Mögliche Leistungen und Positionierung
Da sich die Angebote schnell ändern, ist eine direkte Prüfung beim jeweiligen Anbieter unerlässlich. Typisch für solche Programme:
- Schwerpunkt Bildgebung: 3D-Bodyscan oder MRT stehen im Mittelpunkt.
- Standardisierte Blutanalysen: Die Anzahl der Biomarker liegt in der Regel unter der spezialisierter Longevity-Kliniken.
- Kurze Termine: Der Scan dauert oft unter einer Stunde.
Preis-Positionierung und Zielgruppe
Preislich liegen solche Anbieter oft unter den spezialisierten ärztlichen Programmen. Sie sprechen technikaffine Kunden an, die einen schnellen Überblick ohne aufwendige medizinische Auswertung suchen. Wer die generierten Daten ärztlich einordnen lassen möchte, muss das oft separat organisieren.
4. Detaillierter Biomarker-Vergleich: Was wirklich zählt
Ein Longevity-Check-up steht und fällt mit seinem Laborpanel. Die reine Anzahl der Marker ist weniger entscheidend als ihre klinische Relevanz.
Welche Biomarker sind entscheidend?
Die moderne Präventivmedizin hat sich von einfachen Blutfett- und Zuckerwerten entfernt. Heute stehen Marker im Fokus, die Risiken Jahre vor dem Auftreten von Symptomen anzeigen:
- ApoB (Apolipoprotein B): Während der Standard-Check-up LDL-Cholesterin misst, zählt ApoB die atherogenen Partikel direkt. Die INTERHEART-Studie mit über 26.000 Teilnehmern zeigte, dass das Verhältnis von ApoB zu ApoA1 der stärkste Lipid-Prädiktor für Herzinfarkte ist (Yusuf et al., The Lancet 2004).
- HOMA-Index: Misst Insulinresistenz, eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes. Deutlich sensitiver als der Nüchternblutzucker, der oft erst erhöht ist, wenn der Stoffwechsel bereits entgleist.
- hs-CRP (hochsensitives C-reaktives Protein): Marker für chronische, niedriggradige Entzündungen, ein Schlüsselfaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurodegenerative Krankheiten und Krebs.
- NT-proBNP: Sensitiver Marker für die Belastung des Herzmuskels, der eine Herzschwäche früh anzeigen kann.
YEARS Core® vs. Neko
YEARS und Neko Health verfolgen zwei klar unterschiedliche Ansätze in der Prävention. Neko Health setzt auf einen schnellen, technologiegetriebenen Ganzkörper-Scan, der innerhalb von rund einer Stunde einen breiten Überblick über den aktuellen Gesundheitszustand liefert. YEARS arbeitet dagegen als ärztlich geführte Klinik mit einem systemmedizinischen Ansatz, der auf tiefer Diagnostik und individueller Einordnung basiert.
Der größte Unterschied liegt in der diagnostischen Tiefe. Neko Health kombiniert einen hochauflösenden Körperscan mit einer begrenzten Auswahl klassischer Blutwerte, darunter Cholesterin, Blutzucker, HbA1c und Entzündungsmarker. Diese Daten eignen sich gut für ein allgemeines Screening, bleiben jedoch auf einem Basisniveau. YEARS Core® analysiert dagegen 87 Biomarker und ergänzt diese durch spezialisierte Marker wie ApoB, Lp(a), hs-CRP oder NT-proBNP, die eine deutlich differenziertere Risikobewertung ermöglichen.
Auch im Stoffwechsel geht YEARS weiter. Während Neko Health primär statische Blutwerte erhebt, integriert YEARS funktionelle Tests wie den oralen Glukosetoleranztest und berechnet den HOMA-Index, um Insulinsensitivität und frühe metabolische Veränderungen sichtbar zu machen.
Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei zusätzlichen Diagnostikfeldern. YEARS umfasst gezielte Analysen von Nährstoffen und Hormonen, etwa Vitamin D, Ferritin sowie Schilddrüsenparameter wie TSH, fT3 und fT4. Diese Bereiche werden bei Neko Health in dieser Tiefe nicht abgedeckt.
In der Bildgebung verfolgen beide Anbieter unterschiedliche Strategien. Neko Health arbeitet mit sensorbasierten Oberflächen-Scans, Kameras und Lichttechnologie, insbesondere zur Hautanalyse und zur Erfassung kardiovaskulärer Parameter. YEARS setzt im Core® Programm auf ärztlich durchgeführten Ultraschall von Herz, Bauch und Gefäßen, wodurch strukturelle und funktionelle Veränderungen direkt beurteilt werden können.
Zusätzlich integriert YEARS Funktionsdiagnostik wie die Bodyplethysmographie zur detaillierten Lungenanalyse. Solche Verfahren sind kein Bestandteil des Neko-Angebots.
Ein entscheidender Unterschied liegt in der Interpretation der Daten. Bei Neko Health erfolgt die Auswertung stark standardisiert mit anschließender kurzer ärztlicher Rückmeldung. YEARS verbindet alle Ergebnisse in einem ausführlichen Strategiegespräch und leitet daraus konkrete, individuelle Maßnahmen ab.
Auch die Zielsetzung unterscheidet sich klar. Neko Health ist darauf ausgelegt, möglichst vielen Menschen schnell einen Gesundheits-Snapshot zu liefern. YEARS hingegen zielt auf eine tiefgehende Analyse, die frühe pathophysiologische Veränderungen erkennt und als Grundlage für eine langfristige Präventionsstrategie dient.
5. Bildgebung: MRT, Ultraschall und KI-Screening im Vergleich
Bildgebung ist ein zentraler Pfeiler der Früherkennung. Nicht jede Technologie ist aber für jeden Zweck geeignet.
Die Technologien im Vergleich
- Ultraschall: Sicher, strahlenfrei, ideal zur Beurteilung von Organstrukturen (Leber, Nieren, Schilddrüse), Herzfunktion (Echokardiographie) und Blutgefäßen. Im YEARS Core® ist dies der Standard.
- Ganzkörper-MRT: Hochauflösende Schnittbilder ohne Strahlenbelastung, besonders geeignet für Weichteilstrukturen, das Gehirn und die Suche nach Raumforderungen. Das Ganzkörper-MRT ist ab Evolve® enthalten und nutzt eine proprietäre Sequenz.
- KI-Screening: Beim YEARS-Hautscreening analysiert das ATBM Master-System mit 96,7 % Detektionsrate auffällige Hautveränderungen. Die KI-Funduskopie erkennt frühe Anzeichen systemischer Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck am Augenhintergrund.
Aussagekraft für die Früherkennung
Ein Ganzkörper-MRT kann strukturelle Anomalien wie Tumore oder Aneurysmen aufdecken. Bei asymptomatischen Personen fand eine Studie in 46 % der Fälle klinisch relevante Befunde (Tariq et al., Cureus 2024). Die ärztliche Einordnung dieser Befunde ist dabei entscheidend: Nicht jeder Zufallsbefund ist behandlungsbedürftig. Der Nutzen des MRTs steigt erheblich, wenn es mit Labordiagnostik und Funktionstests kombiniert wird.
6. Forschung & Innovation: Die Zukunft der Prävention
Clinic-as-a-Study: Mehr als nur ein Check-up
Das YEARS-Modell bedeutet, dass anonymisierte Daten mit Zustimmung der Klienten helfen, normative Alterungskurven zu erstellen. Klienten erhalten nicht nur eine persönliche Diagnose, sie tragen auch zur Forschung bei.
Biobank & Kryokonservierung: Ein Tresor für Ihre Gesundheit
Ab dem YEARS Evolve® Programm werden 70 biologische Proben (Blut, Plasma, Zellen, Urin, Stuhl) kryokonserviert. Der praktische Nutzen: Werden in fünf Jahren neue Biomarker für Alzheimer oder bestimmte Krebsarten entdeckt, können die eingelagerten Proben mit diesen Methoden analysiert werden, ohne dass eine erneute Probenentnahme nötig ist.
Biologische Uhren & Epigenetik
Das chronologische Alter sagt wenig über den Zustand des Körpers aus. Epigenetische Uhren analysieren Methylierungsmuster auf der DNA und schätzen das biologische Alter. YEARS analysiert bis zu sieben verschiedene dieser Uhren, um die Ergebnisse abzusichern. Das Feld ist aktive Forschung, liefert aber bereits heute konkrete Hinweise darauf, wie stark Lebensstilentscheidungen auf zellulärer Ebene wirken.
7. Kosten & PKV-Erstattung: Eine entscheidende Variable
Preisvergleich 2026
- YEARS Core®: €1.900
- YEARS Evolve®: €7.600
- YEARS Ultimate®: €16.900
- Andere Anbieter: Oft zwischen €1.000 und €5.000, mit geringerer Labortiefe und ohne ärztliche Synthese.
Ein reiner Preisvergleich führt in die Irre. Relevanter ist der Preis pro klinisch verwertbarem Datenpunkt und pro Stunde ärztlicher Auswertung.
GOÄ-Abrechnung für Privatversicherte
YEARS rechnet alle medizinisch indizierten Leistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Privatversicherte erhalten eine detaillierte Rechnung, die sie bei ihrer Versicherung einreichen können. Da bei fast jedem Diagnostiktag medizinisch relevante Befunde entstehen, zum Beispiel Vitaminmangel, Insulinresistenz oder erhöhte Entzündungswerte, ist eine Teilerstattung durch die PKV wahrscheinlich. Die genaue Höhe hängt vom individuellen Tarif ab. Anbieter ohne ärztliche Leitung können diesen Service in der Regel nicht anbieten.
8. Erfahrung & Ablauf: Ein Tag für Ihre Gesundheit
Der Diagnostiktag bei YEARS läuft präzise getaktet, aber ohne Hektik. Über 6 bis 9 Stunden durchlaufen Klienten verschiedene Stationen: Blutentnahme, kardiopulmonale Leistungstests (VO₂max auf dem Fahrradergometer), Ultraschall, neurokognitive Tests, 3D-Bodyscan und Knochendichtemessung. Medizinisches Fachpersonal begleitet jeden Schritt.
Rund zwei Wochen später folgt der entscheidende Teil: ein über 60 Seiten umfassender "YEARS Health Report" und ein persönliches Strategiegespräch mit einem Arzt. Alle Daten werden zusammengeführt, Risiken priorisiert, ein konkreter Plan für die nächsten 12 Monate erstellt. Viele andere Anbieter liefern nach dem Scan einen PDF-Report, aber kein ärztliches Gespräch in dieser Tiefe.
9. Für wen ist welche Klinik die richtige Wahl?
YEARS ist geeignet für:
- Führungskräfte und Unternehmer (40-65 Jahre): Die einen medizinisch fundierten Überblick suchen, nicht nur einen Datensatz.
- Privatversicherte: Die von der GOÄ-Abrechnung und der wahrscheinlichen Teilerstattung profitieren.
- Wissenschaftlich Interessierte: Die Biobanking, Epigenetik und Genomik als sinnvolle Ergänzung verstehen.
- Personen mit familiärer Vorbelastung: Die eine Diagnostik brauchen, die frühe Risikosignale erkennt.
Andere Anbieter passen besser für:
- Technikaffine Einsteiger: Die einen schnellen Überblick wünschen, ohne tiefgehende ärztliche Auswertung.
- Preisbewusste Selbstzahler: Die über den Kassen-Check-up hinausgehen möchten, aber unter den Kosten einer vollumfänglichen Klinikdiagnostik bleiben wollen.
10. Häufige Fragen (FAQ)
Ist Longevity-Diagnostik medizinisch sinnvoll? Bei richtigem Einsatz ja. Die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und bestimmten Krebsarten verbessert die Prognose nachweislich. Entscheidend ist ein evidenzbasierter Ansatz, der etablierte Marker mit validierter innovativer Diagnostik kombiniert und in einen konkreten Handlungsplan mündet.
Was bringt mir ein Ganzkörper-MRT wirklich? Es liefert eine strukturelle Bestandsaufnahme des gesamten Körpers und kann potenziell lebensrettende Frühbefunde aufdecken. Wert entfaltet es aber erst im Kontext anderer Daten aus Labor und Funktionstests. Ohne ärztliche Einordnung riskieren Klienten, Zufallsbefunde falsch zu gewichten und unnötige Folgemaßnahmen auszulösen.
Ist eine Liquid Biopsy überbewertet? Die Technologie ist valide, die Erwartungen müssen aber realistisch sein. Der bei YEARS verwendete TruCheck-Test ist kein Ersatz für etablierte Vorsorgeuntersuchungen wie Darmspiegelung oder Mammografie. In frühen Krebsstadien ist die Sensitivität begrenzt, steigt aber in fortgeschrittenen Stadien deutlich. Als Ergänzung zum bestehenden Screening-Portfolio sinnvoll.
Wie oft sollte ich einen solchen Check-up machen? Der erste umfassende Check-up legt die Baseline. Für gesunde Personen ohne signifikante Risikofaktoren reicht ein Update alle 2-3 Jahre. Bei identifizierten Risiken oder zur Kontrolle einer Lebensstiländerung sind jährliche Intervalle sinnvoll.
11. Fazit & Empfehlung
Neko Health und vergleichbare Anbieter liefern einen schnellen, technologiegetriebenen Scan mit breiter Datenbasis. Das ist ein guter erster Schritt für alle, die unkompliziert mehr über ihren Körper erfahren möchten.
YEARS verfolgt einen anderen Ansatz: ärztlich geleitet, forschungsintegriert, mit 87 bis 230+ Biomarkern und einer ärztlichen Auswertung, die konkrete Handlungsempfehlungen liefert. Die Biobank speichert 70 Proben kryokonserviert für künftige Analysen. Die Genomik-Option im Ultimate-Programm geht weit über das hinaus, was andere Anbieter in dieser Form anbieten.
Wer einen schnellen Scan sucht, ist bei anderen Anbietern gut aufgehoben. Wer eine medizinische Tiefenanalyse mit langfristiger Strategie und Forschungsintegration sucht, findet das bei YEARS. Die höhere Anfangsinvestition relativiert sich durch Datentiefe, ärztliche Synthese und die GOÄ-Abrechenbarkeit für Privatversicherte.
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Quellen
- Tariq, R., et al. (2024). Unveiling the Unseen: A Contemporary Review of the Clinical Utility of Whole-Body Magnetic Resonance Imaging. Cureus, 16(1), e52825. DOI: 10.7759/cureus.52825.
- Yusuf, S., et al. (2004). Effect of potentially modifiable risk factors associated with myocardial infarction in 52 countries (the INTERHEART study): case-control study. The Lancet, 364(9438), 937–952. DOI: 10.1016/S0140-6736(04)17018-9.
- Ridker, P. M., et al. (2008). Rosuvastatin to Prevent Vascular Events in Men and Women with Elevated C-Reactive Protein. New England Journal of Medicine, 359(21), 2195–2207. DOI: 10.1056/NEJMoa0807646.
- Blair, S. N. (2009). Physical inactivity: the biggest public health problem of the 21st century. British Journal of Sports Medicine, 43(1), 1–2. DOI: 10.1136/bjsm.2009.068936.